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Dienstag, Februar 24, 2026
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Neubau der IGS Garbsen beschlossen – Deutliche Mehrheit für schnellen Baubeginn – FDP-Änderungsantrag scheitert

Der Rat der Stadt Garbsen hat in seiner jüngsten Sitzung eine weitreichende Entscheidung getroffen: Der Neubau der Integrierten Gesamtschule (IGS) wurde mit großer Mehrheit beschlossen./Fotos: Stadt GarbsenGCN

Garbsen – Neubau der IGS Garbsen beschlossen – Deutliche Mehrheit für schnellen Baubeginn – FDP-Änderungsantrag scheitert.

Der Rat der Stadt Garbsen hat in seiner jüngsten Sitzung eine weitreichende Entscheidung getroffen: Der Neubau der Integrierten Gesamtschule (IGS) wurde mit großer Mehrheit beschlossen. Der von der FDP eingebrachte Änderungsantrag fand hingegen keine Zustimmung. Damit ist der Weg für eines der bedeutendsten Schulbauprojekte der kommenden Jahre frei.

Breite Ratsmehrheit für zügige Umsetzung

In der Debatte wurde deutlich, dass der überwiegende Teil der Ratsmitglieder den Handlungsdruck als hoch einstuft. Über Fraktionsgrenzen hinweg bestand Einigkeit darüber, dass das Projekt nun ohne weitere Verzögerungen auf den Weg gebracht werden müsse. Ziel sei es, schnell Planungssicherheit zu schaffen und den Schulstandort langfristig zu sichern.

Mehrfach wurde betont, dass jahrelange Diskussionen und Prüfungen bereits stattgefunden hätten. Nun gehe es darum, ins Handeln zu kommen und keine weitere Zeit zu verlieren.

Brandschutzmängel erhöhen den Druck

Ein zentraler Punkt in der Argumentation war die aktuelle Situation im Bereich Brandschutz. Nach Vorgaben der Region Hannover bestehen Mängel, die konkrete Auswirkungen haben. So ist das Forum der IGS bereits nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich.

In der Ratssitzung wurde deutlich gemacht, dass im schlimmsten Fall sogar eine vollständige Schließung der Schule drohen könnte, sollten die baulichen Anforderungen dauerhaft nicht erfüllt werden. Dieses Risiko wollte die Ratsmehrheit nicht eingehen. Der Neubau wird daher nicht nur als Investition in moderne Bildungsräume verstanden, sondern auch als notwendige Maßnahme zur Sicherstellung des Schulbetriebs.

FDP wollte Änderungen am Vorgehen

Der Änderungsantrag der FDP zielte darauf ab, das Projekt in Teilen neu zu bewerten beziehungsweise das Vorgehen anzupassen. Nach Darstellung im Rat sollte unter anderem geprüft werden, ob einzelne Bausteine des Vorhabens zeitlich gestreckt oder in anderer Form umgesetzt werden könnten. Zudem stand eine stärkere Priorisierung einzelner Maßnahmen im Raum.

Die Mehrheit der Ratsmitglieder folgte diesem Vorschlag jedoch nicht. In der Diskussion wurde deutlich, dass eine erneute Prüfung oder Umplanung als weiteres Verzögerungsrisiko angesehen wurde. Angesichts der bestehenden Brandschutzproblematik und der ohnehin langen Vorlaufzeit sei jetzt Klarheit wichtiger als zusätzliche Prüfaufträge. Der Änderungsantrag wurde schließlich mehrheitlich abgelehnt.

Neubau inklusive Musikhaus mit Doppelfunktion

Mit dem Beschluss steht nun auch dem geplanten Neubau inklusive eines Musikhauses nichts mehr im Wege. Dieses soll nicht nur moderne Räume für den Musikunterricht bieten, sondern zugleich eine wichtige Doppelfunktion übernehmen: Das Musikhaus ist als Aula für beide Schulen am Standort – die IGS sowie die benachbarte Grundschule – vorgesehen.

Damit entsteht ein zentraler Veranstaltungsort für Einschulungen, Abschlussfeiern, Konzerte, Theateraufführungen und schulübergreifende Veranstaltungen. Die neue Aula soll sowohl pädagogisch als auch kulturell genutzt werden und den gesamten Schulcampus aufwerten.

Klare Weichenstellung für die Bildungslandschaft

Mit der deutlichen Ratsentscheidung setzt die Stadt ein starkes Signal für die Zukunft des Schulstandortes. Der Neubau soll moderne Unterrichtsbedingungen schaffen, den aktuellen Sicherheitsanforderungen gerecht werden und Raum für die weitere Entwicklung der IGS bieten.

Nach dem Votum des Rates liegt der Fokus nun auf der zügigen Umsetzung der Planungen. Für viele Beteiligte ist klar: Die Entscheidung markiert einen entscheidenden Schritt für die Bildungslandschaft in Garbsen – und beendet zugleich eine lange Phase der Diskussion.

GCN/bs