
Garbsen – Amphibienschutz in Garbsen – Ehrenamt am Limit – dauerhafte Lösungen rücken in den Fokus.
In Garbsen hat mit dem Frühjahr erneut die Zeit der Amphibienwanderung begonnen – und damit auch der intensive Einsatz zahlreicher Ehrenamtlicher. Entlang vielbefahrener Straßen sichern sie Kröten, Frösche und Molche und bringen sie täglich zu ihren Laichgewässern. Dabei zeigt sich jedes Jahr aufs Neue, wie groß der Aufwand ist, um die Tiere vor dem Straßenverkehr zu schützen.
Vor Ort informierte sich auch Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer über die Situation. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des NABU sowie lokalen Engagierten verschaffte er sich an einem Amphibienschutzzaun ein Bild von der praktischen Arbeit. Dabei wurde deutlich, wo Gefahrenstellen liegen und wie stark bestimmte Bereiche von der Wanderung betroffen sind.
Im Mittelpunkt des Austauschs stand vor allem eine zentrale Frage: Wie kann der Schutz langfristig verbessert werden? Zwar gelten temporäre Schutzzäune als wirksame Sofortmaßnahme, doch ihr jährlicher Aufbau bindet viel Zeit und personelle Ressourcen. Diskutiert wurden daher feste Querungshilfen wie Amphibientunnel mit Leitsystemen, die dauerhaft installiert werden könnten. Diese würden nicht nur die Tiere besser schützen, sondern auch die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer deutlich entlasten.
Neben dem praktischen Naturschutz spielte auch der Austausch zwischen verschiedenen Ebenen eine Rolle. Vertreter aus Landespolitik, Ehrenamt und lokalen Initiativen kamen ins Gespräch, um gemeinsame Ansätze für den Arten- und Umweltschutz zu diskutieren. Im Anschluss wurde der Dialog im Grünen Zentrum Garbsen fortgesetzt.
Dort ging es unter anderem um konkrete Maßnahmen im Alltag: von Hitzeschutz in Städten über die Förderung von Bestäubern bis hin zu Fragen rund um naturnahe Gärten, Igel- und Baumschutz. Ein Schwerpunkt lag darauf, wie Bürgerinnen und Bürger stärker eingebunden und unterstützt werden können – etwa bei der Umgestaltung von Schottergärten.
Der Termin machte deutlich, dass der Amphibienschutz in Garbsen stark vom Engagement vor Ort lebt. Gleichzeitig wurde klar, dass langfristige Lösungen eine wichtige Rolle spielen, um den Schutz der Tiere nachhaltiger zu gestalten und die Belastung für die Ehrenamtlichen zu reduzieren.
GCN/bs















