Garbsen/Region Hannover – K322 zwischen Horst und Frielingen bleibt gesperrt – Fortschritte erkennbar – aber kein Termin für Freigabe
Seit August 2025 ist die Kreisstraße 322 zwischen Horst und Frielingen voll gesperrt – ein Ende der Maßnahme ist weiterhin nicht konkret absehbar. Nach aktuellen Informationen der Region Hannover laufen die Bauarbeiten zwar, doch ein belastbarer Zeitplan für die Fertigstellung liegt weiterhin nicht vor.
Arbeiten im Untergrund schreiten voran
Derzeit konzentrieren sich die Maßnahmen vor allem auf den Untergrund der Baustelle. So wird aktuell ein sogenannter Dükergraben unterhalb der Bettungsschicht verlegt, um Versorgungsleitungen verschiedener Anbieter aufzunehmen. Ein erster Abschnitt der Bettungssohle wurde bereits freigelegt und versiegelt, ein weiterer Abschnitt soll zeitnah folgen.
Ein wichtiger Schritt steht zudem unmittelbar bevor: In der Nacht vom 22. auf den 23. April soll eine Schmutzwasserdruckleitung umgeschaltet werden. Diese Umverlegung gilt als entscheidend für den weiteren Baufortschritt. Die Arbeiten im Zuständigkeitsbereich der Stadt Garbsen – insbesondere der Stadtentwässerung – sind nach aktuellem Stand weitgehend abgeschlossen.
Bis Ende April soll darüber hinaus der Untergrund so vorbereitet werden, dass erste Betonfertigteile eingebaut werden können. Dafür wird eine tragfähige Schicht als Fundament für das Bauwerk hergestellt.
Stadt sieht eigene Arbeiten als abgeschlossen an
Auch seitens der Stadt Garbsen gibt es eine klare Einordnung zum aktuellen Stand: In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bauen und Stadtentwicklung wurde betont, dass alle bislang möglichen Arbeiten durch die Stadtentwässerung durchgeführt wurden.
Zuletzt hatte es in diesem Zusammenhang Unstimmigkeiten zwischen der Stadt Garbsen und der Region Hannover gegeben, wer beziehungsweise welche Faktoren für die Verzögerungen verantwortlich sind. Für den weiteren Baufortschritt kommt es nun darauf an, wie die nächsten Schritte koordiniert werden.
Schwieriger Baugrund sorgt für Verzögerungen
Als Hauptursache für die Verzögerungen nennt die Region Hannover unerwartete Probleme im Baugrund. Trotz vorheriger Untersuchungen habe sich die tatsächliche Beschaffenheit des Untergrunds als komplexer erwiesen als angenommen. Solche Entwicklungen seien bei Tiefbauprojekten im Bestand nicht ungewöhnlich und erforderten Anpassungen in Planung und Ausführung.
Kein konkreter Fertigstellungstermin
Ein verbindlicher Zeitplan für die Freigabe der Strecke existiert derzeit nicht. Die beauftragte Baufirma erarbeitet aktuell einen aktualisierten Bauzeitenplan, der anschließend mit der Region Hannover und weiteren Beteiligten abgestimmt werden soll.
Bis dahin bleibt die Situation für Anwohner und Gewerbetreibende angespannt. Die Region Hannover betont, sich der Belastungen bewusst zu sein und kündigt an, weiterhin über den Baufortschritt zu informieren. Gleichzeitig verweist sie darauf, dass Einflüsse wie Baugrund, Wetter oder externe Faktoren nicht immer vollständig planbar seien.
Warten auf die nächsten Schritte
Fest steht: Die vorbereitenden Maßnahmen kommen voran, insbesondere bei den Leitungsarbeiten gibt es Fortschritte. Für die weitere Entwicklung der Baustelle wird nun entscheidend sein, wie schnell der neue Bauzeitenplan vorliegt und umgesetzt werden kann.
Bis dahin heißt es für viele Betroffene weiterhin: Geduld haben – und auf verlässliche Informationen zur weiteren Entwicklung warten.
GCN/bs















