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Mittwoch, September 9, 2026
Start Kommunalwahl 2026 Atommüll-Endlager – Was bedeutet die Standortsuche für Garbsen und die Region?

Atommüll-Endlager – Was bedeutet die Standortsuche für Garbsen und die Region?

Quelle: Grüne Garbsen Britta Kellermann/Ute Wolters/Wolfgang Ehmke

GARBSEN/Wahlwerbung – Grüne Garbsen informieren in Osterwald über das Standortauswahlverfahren und die Möglichkeiten der Beteiligung.

Wohin mit dem hochradioaktiven Atommüll, den Deutschland über Jahrzehnte produziert hat? Und welche Rolle könnten Garbsen und die Region Hannover bei der Suche nach einem Endlager spielen? Darüber informierten die Grünen Garbsen am 26. August bei einer öffentlichen Veranstaltung in Garbsen-Osterwald.

Ute Wolters, grüne Kandidatin für das Amt der Ortsbürgermeisterin in Osterwald, begrüßte dazu Britta Kellermann, atompolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion, Wolfgang Ehmke von der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg sowie die für die Region zuständige Landtagsabgeordnete Djenabou Diallo Hartmann.

Wolfgang Ehmke berichtete aus jahrzehntelanger Erfahrung mit der Auseinandersetzung um den Standort Gorleben. Dabei wurde deutlich, welche Bedeutung Information, Transparenz und eine engagierte Zivilgesellschaft bei der Suche nach einem Endlager haben. Gemeinsam mit Britta Kellermann erläuterte er das aktuelle Standortauswahlverfahren und die Kriterien, nach denen mögliche Standorte untersucht und schrittweise eingegrenzt werden.

Auch Teile der Region Hannover stehen dabei im Fokus: Unter anderem in Garbsen, Seelze und Langenhagen befinden sich Tongesteinsformationen, die im weiteren Verfahren betrachtet werden. Damit ist die Endlagersuche kein abstraktes Thema irgendwo in Deutschland, sondern eines, mit dem sich auch die Menschen vor Ort auseinandersetzen sollten.

Ein wichtiger Schwerpunkt des Abends war deshalb die Frage, wie Bürgerinnen künftig am Verfahren beteiligt werden. Vorgesehen sind Beteiligungsformate, in denen neben den betroffenen Kommunen auch Bürgerinnen und gesellschaftliche Gruppen ihre Perspektiven einbringen können.

„Wir müssen uns in Garbsen frühzeitig informieren und einmischen, wenn unsere Region im weiteren Verfahren eine Rolle spielt. Die Erfahrungen aus Gorleben zeigen, wie wichtig Transparenz und echte Beteiligung der Menschen vor Ort sind“, betont Ute Wolters.

Für Wolters gehört zur Debatte aber auch der Blick auf die Ursache des Problems: „Atommüll ist die ungelöste Last der Atomkraft. Wir werden uns noch über viele Generationen mit seinen Folgen beschäftigen müssen. Umso wichtiger ist es, unsere Energieversorgung konsequent auf erneuerbare Energien auszurichten.“

Die Veranstaltung machte deutlich: Die Suche nach einem sicheren Endlager wird Deutschland noch über Jahrzehnte beschäftigen. Gerade deshalb ist es wichtig, dass die Menschen in möglicherweise betroffenen Regionen frühzeitig wissen, was auf sie zukommen kann, und ihre Beteiligungsmöglichkeiten kennen.

Hinweis zur Kommunalwahl 2026
Dieser Beitrag steht im Zusammenhang mit der Kommunalwahl 2026 in Garbsen. In unserer Sonderrubrik Kommunalwahl 2026 finden Sie einen Überblick über die uns aktuell bekannten Kandidatinnen und Kandidaten, weiterführende Informationen zur Wahl, Hinweise zur klar gekennzeichneten Wahlwerbung auf Garbsen-City-News sowie weitere Hintergründe rund um die Kommunalwahl.
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