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Erster Spatenstich für Erweiterungsbau am Geschwister-Scholl-Gymnasium – Stadt investiert rund 48 Millionen Euro in modernes Schulgebäude

Schulleiter Volker Herholdt (von links), Bürgermeister Claudio Provenzano, Ortsbürgermeisterin Marlies Jasiniok, Stadtbaurat Olaf Freitag und Joachim Berle, Leiter der Abteilung Grundsatzangelegenheiten und Großprojekte bei der Stadt Garbsen, beim gemeinsamen ersten Spatenstich. /Foto: Stadt Garbsen

Garbsen/Berenbostel – Erster Spatenstich für Erweiterungsbau am Geschwister-Scholl-Gymnasium – Stadt investiert rund 48 Millionen Euro in modernes Schulgebäude.

Am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Garbsen haben die Bauarbeiten für einen umfangreichen Erweiterungsbau begonnen. Mit einem symbolischen ersten Spatenstich gab die Stadt Garbsen offiziell den Startschuss für das Großprojekt an der Ludwigstraße. Ziel des Neubaus ist es, die Kapazität des Gymnasiums zu erhöhen und gleichzeitig moderne Lernbedingungen zu schaffen.

Der geplante dreigeschossige Erweiterungsbau soll die Zügigkeit der Schule von derzeit vier auf künftig fünfeinhalb Züge erhöhen. „Mit dem Erweiterungsbau investieren wir gezielt in die Bildungsinfrastruktur unserer Stadt und schaffen moderne, nachhaltige Rahmenbedingungen für kommende Generationen“, erklärte Bürgermeister Claudio Provenzano beim Baustart.

Der Neubau wird als sogenannter Holzhybrid-Skelettbau errichtet. Dabei kommen Stahlverbundstützen an den Fassaden sowie Holzstützen im Innenraum zum Einsatz. Diese Bauweise ermöglicht flexible Raumaufteilungen und gilt zugleich als besonders nachhaltig. Das Gebäude wird etwa 85 Meter lang und 32 Meter breit sein und in Ost-West-Richtung ausgerichtet. Als leicht geschwenkter Gebäuderiegel entsteht zudem ein neuer Pausenbereich, der in die Außenanlagen integriert wird.

Im Inneren des Gebäudes entsteht eine dreigeschossige Halle mit Bühne und Sitzstufen, die als zentraler Treffpunkt dienen soll. Rund um diese Mitte werden fünf sogenannte Lerncluster angeordnet. Dabei gruppieren sich Unterrichtsräume um eine zentrale Lernfläche, was moderne pädagogische Konzepte und flexible Unterrichtsformen ermöglichen soll. Zwei Innenhöfe sorgen zusätzlich für Tageslicht. Auch eine Bibliothek sowie Räume für Musik, Kunst und Werken sind im Neubau vorgesehen.

Beim Bau setzt die Stadt außerdem auf eine besonders klimafreundliche Ausstattung. Der Erweiterungsbau soll eine DGNB- und QNG-Zertifizierung erhalten. Geplant sind unter anderem eine Geothermieanlage zur Wärmeerzeugung, eine Fußbodenheizung für angenehme Temperaturen im Winter sowie eine Temperierung im Sommer. Regenwasser von den Dachflächen wird gesammelt und für Toiletten, Urinale und Außenzapfstellen genutzt. Zudem ist eine Photovoltaikanlage auf dem Dach vorgesehen.

Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich nach aktueller Planung auf rund 48,23 Millionen Euro. Aus dem Förderprogramm „Klimafreundlicher Neubau Nichtwohngebäude – Kommunen“ der KfW erhält die Stadt Garbsen eine Förderung in Höhe von 1,875 Millionen Euro.

Für den Erweiterungsbau rechnet die Stadt mit einer Bauzeit von knapp drei Jahren. Danach soll das Geschwister-Scholl-Gymnasium deutlich mehr Platz für Schülerinnen und Schüler bieten und gleichzeitig neue Maßstäbe für nachhaltiges Bauen und modernes Lernen setzen.

GCN/bs