Nach jahrelangem Verfall – Altgarbsener „Geisterhaus“ wieder sichtbar – Wildwuchs beseitigt

Nun wurde der Wildwuchs entfernt und man hat wieder freie Sicht auf das Gebäude/GCN

Altgarbsen – Nach jahrelangem Verfall – Altgarbsener „Geisterhaus“ wieder sichtbar – Wildwuchs beseitigt

Eines der auffälligsten und zugleich rätselhaftesten Gebäude im Ortskern von Altgarbsen ist wieder „ins Blickfeld der Nachbarschaft“ gerückt. Das ehemalige Mehrfamilienhaus, das in den vergangenen Jahren gänzlich von Sträuchern, Büschen und teils ausgewachsenen Bäumen überwuchert war, ist nach der jüngsten Pflegeaktion wieder sichtbar und frei zugänglich – ein Schritt, der in der Nachbarschaft für Erleichterung sorgt.

Monatelang hatte das Haus ein nahezu mystisches Image: Fenster und Türen verdeckt, der Zugang fast unpassierbar, die Fassade hinter grünem Dickicht verborgen. Anwohner beschrieben es als „Geisterhaus“, das mitten in einem lebhaften Wohngebiet still vor sich hin verschwand. Vier Wohneinheiten wären möglich – doch seit Jahren stand das Objekt leer und verfiel zusehends. Wir berichteten

Bereits im vergangenen Herbst hatte Garbsen-City-News über die Situation berichtet und die Stadt sowie den vermeintlichen Eigentümer um Auskunft gebeten. Damals hatte die Stadtverwaltung erklärt, der optisch verwilderte Zustand sei derzeit kein ausreichender Grund für weitergehende Maßnahmen. Zwar müsse der Eigentümer den öffentlichen Raum von Überwuchs freihalten – etwa wenn Äste auf Gehweg und Straße wüchsen – doch bis dato habe man seitens der Stadt den Eigentümer zum Handeln  aufgefordert.

Nun wurde dieser Wildwuchs tatsächlich entfernt. Spaziergänger und Nachbarn können das Haus wieder sehen und so könnte es auch wieder betreten betreten werden – der ursprüngliche Zugang ist wieder passierbar. Ob und wann das Gebäude eine neue Nutzung erhält, bleibt allerdings offen. Informationen darüber, ob der Eigentümer konkrete Pläne zur Sanierung oder Vermarktung hat, liegen bislang nicht vor.

Für Anwohner ist allein die Freilegung des Hauses ein erster Schritt: „Endlich sieht man wieder, was dort passiert“, sagt eine Anwohnerin. Andere hoffen, dass dieser sichtbare Fortschritt nun auch neue Dynamik in die Diskussion um eine sinnvolle Nutzung dieses Gebäudes bringen wird.

GCN/bs