Stadt Garbsen bündelt Flüchtlingsunterbringung – Infotelefon ab sofort geschaltet

Bürgermeister Claudio Provenzano (von links) bedankt sich bei Thomas Haug und Akan Erkal, die für das DRK Betten in der Flüchtlingsunterkunft an der Flemmingstraße aufbauen.Foto: Stadt Garbsen

Garbsen – Endlich wieder ein Dach über dem Kopf, Frieden und Sicherheit: In den städtischen Flüchtlingsunterkünften finden die Menschen zur Ruhe, die nach einer strapazenreichen Flucht aus der Ukraine bei uns angekommen sind. Bürgermeister Claudio Provenzano hat sich bei einem Besuch der Flüchtlingsunterkunft an der Flemmingstraße, wo heute dutzende weitere Betten aufgestellt wurden, ein Bild von der Situation gemacht und sich bei den Helferinnen und Helfern vom DRK bedankt. Bereits rund 90 Flüchtlinge aus der Ukraine hat die Stadt Garbsen in den vergangenen Tagen in ihren Unterkünften Obdach geboten.

Provenzano ist in regem Austausch mit den anderen Bürgermeistern der Region und der Region Hannover. „Bund und Land verteilen bereits die Flüchtlinge auf die Kommunen“, sagt Provenzano und fügt hinzu „Die Lage ist hochdynamisch. Täglich kommen neue Menschen an, die untergebracht werden müssen. Die Mitarbeiter der Stadt sind im Dauereinsatz und leisten konkrete Hilfe.“

Auch die Hilfsbereitschaft von Garbsener Privatleuten, Vereinen, Institutionen und Unternehmen sei enorm und weiter von Nöten. „Bitte melden Sie sich bei uns, wenn Sie Wohnraum zur Verfügung stellen können“, sagt Provenzano. Über die zentrale E-Mailadresse [email protected] sowie auf der Webseite www.garbsen.de/ukrainehilfe koordiniert die Stadt Hilfsangebote, bündelt Informationen und beantwortet zahlreichen Fragen. So sind Kontakte zu Garbsenerinnen und Garbsenern entstanden, die den Flüchtlingen als Dolmetscher, Fahrer oder bei Behördengängen helfen. Über das Ukraine-Infotelefon, erreichbar ab sofort unter der Nummer (0 51 31) 70 79 80, werden Auskünfte erteilt und Fragen beantwortet. Das Infotelefon ist montags bis donnerstags von 9 bis 15 Uhr und freitags von 9 bis 12 Uhr erreichbar.

Laut Informationen der Stadt sind von Privaten in Garbsen bislang rund 40 Menschen aufgenommen worden. Einige Garbsenerinnen und Garbsener stellen ihre Gästezimmer, andere Wohnungen zur Verfügung. „Wir freuen uns über diese Hilfe und bitten, uns zu informieren, wer wen aufgenommen hat“, sagt Provenzano. Damit die Stadt die Hilfsangebote bündeln kann, werden Garbsenerinnen und Garbsener, die Flüchtlingen aus der Ukraine bereits Obdach bieten, gebeten, sich zu melden. Dies ist möglich mittels E-Mail an [email protected]. Angegeben werden sollten Name und Geburtsdatum der geflüchteten Personen.

Geflüchtete, die privat unterkommen, sollten sich innerhalb von 90 Tagen offiziell in Deutschland anmelden. Ohne Anmeldung besteht noch kein Anspruch auf Leistungen, aus diesem Grund sollte eine Anmeldung erfolgen. „Selbstverständlich helfen wir Kranken und Verwundeten. Wer ärztliche Hilfe braucht, dem wird unbürokratisch geholfen“, sagt Provenzano. Familien, die solche Unterstützung brauchen, können sich ebenfalls an [email protected] oder das Infotelefon wenden. In den Regionskrankenhäusern werden die Flüchtlinge ohnehin kostenlos behandelt.

Wer seine Solidarität mit den Ukrainern Ausdruck verleihen möchte, kann sich an der Friedensdemonstration beteiligen, zu der die Stadt für Montag, 14. März, aufruft. Sie findet unter dem Motto „Garbsen gemeinsam für Frieden“ ab 18 Uhr auf dem Rathausplatz statt.

GCN/bs