Garbsen – Verkehrsunfälle in Garbsen – Weniger Schwerverletzte – aber neue Risiken im Straßenverkehr.
Die Zahl der Verkehrsunfälle in Garbsen ist im Jahr 2025 weiterhin hoch geblieben. Insgesamt wurden 1.527 Unfälleregistriert – damit bewegt sich das Niveau nahezu auf dem Stand des Vorjahres. Auffällig bleibt: Rund ein Drittel der Fälle waren Unfallfluchten.
Bei den Unfallfolgen zeigt sich ein gemischtes Bild. Positiv ist der deutliche Rückgang der Schwerverletzten auf 21 Fälle. Gleichzeitig bleibt die Zahl der Leichtverletzten mit 251 auf einem sehr hohen Niveau. Im Jahr 2025 wurde zudem eine Person tödlich verletzt.
Als Hauptursachen für Unfälle mit schweren Folgen nennt die Polizei vor allem überhöhte Geschwindigkeit, Fehler beim Abbiegen oder bei der Vorfahrt sowie Fehlverhalten gegenüber Fußgängern. Insgesamt ging die Zahl schwerer Unfälle jedoch zurück.
Ein genauer Blick auf die Risikogruppen zeigt unterschiedliche Entwicklungen:
Bei Kindern gab es eine erfreuliche Entwicklung – kein schwerverletztes Kind und nur drei Schulwegunfälle. Auch bei den jungen Erwachsenen sind die Zahlen rückläufig, dennoch bleibt Geschwindigkeit hier ein zentrales Problem.
Anders sieht es bei den Seniorinnen und Senioren aus: Die Zahl der Verunglückten stieg auf 46. Sie sind überdurchschnittlich häufig an schweren Unfällen beteiligt, oft auch bei Alleinunfällen mit Fahrrad oder Pedelec.
Im Bereich der Radfahrer und Pedelec-Nutzer bleiben die Zahlen insgesamt stabil. Auffällig ist jedoch weiterhin die geringe Helmquote – viele Verletzte trugen keinen Schutz, auch bei schweren Unfällen.
Deutlich stärker in den Fokus rücken E-Scooter. Die Unfallzahlen sind in den vergangenen Jahren spürbar gestiegen. 2025 wurden 18 Unfälle registriert, wobei viele Beteiligte sehr jung waren. Die Schwerpunkte liegen unter anderem in Garbsen-Mitte, Auf der Horst und Berenbostel.
Zu den bekannten Unfallschwerpunkten im Stadtgebiet zählen unter anderem die Bereiche rund um die B6, der Planetenring sowie mehrere größere Kreuzungen wie an der Gutenbergstraße oder der Berenbosteler Straße.
Für das Jahr 2026 setzt die Polizei klare Schwerpunkte bei der Verkehrssicherheitsarbeit: Geschwindigkeit, Fahrtüchtigkeit, der Zweiradverkehr (Fahrrad, Pedelec und E-Scooter) sowie Ablenkung im Straßenverkehr sollen verstärkt kontrolliert werden.
Unterm Strich zeigt die Statistik: Während es in einigen Bereichen positive Entwicklungen gibt, bleiben insbesondere ältere Verkehrsteilnehmer und neue Mobilitätsformen zentrale Herausforderungen für die Verkehrssicherheit in Garbsen.
GCN/bs
















