Vorneeinstieg bei der regiobus

Vorneeinstieg/Foto: regiobus

Garbsen – Schnellerer Einstieg – kürzere Fahrzeit. Das Unternehmen regiobus hat eine Änderung beim sogenannten kontrollierten Vorneeinstieg vorgenommen. Fahrgäste werden weiterhin gebeten, grundsätzlich an der vorderen Tür einzusteigen. Im Unterschied zu vorher müssen aber diejenigen, die eine gültige Fahrkarte mitführen, diese nicht mehr bei der Fahrerin oder beim Fahrer vorzeigen.

Hintergrund der Maßnahme: Das Unternehmen möchte die Standzeiten an den Haltestellen verringern, um die Fahrzeiten der Linien insgesamt zu verkürzen. Gerade an stark frequentierten Haltestellen verspricht sich die regiobus Zeiteinsparungen.

„Wer eine Fahrkarte kaufen möchte oder eine Auskunft benötigt, kann sich natürlich, wie gehabt, an das Fahrpersonal wenden“, so Stefan Tiedgen, Leiter des Bereiches Vertrieb und Service bei regiobus.
Die meisten Busse des Unternehmens verfügen über eine Doppeltür im vorderen Bereich. So lässt sich der Einstieg ins Fahrzeug entsprechend gut kanalisieren. Wer eine gültige Fahrkarte mitführt, kann an der linken Seite der Doppeltür einsteigen, wer noch einen Fahrausweis benötigt, hält sich rechts – quasi ein Zwei-Reihen-Prinzip.

Die Maßnahme wird grundsätzlich bereits seit dem Fahrplanwechsel Mitte Dezember des letzten Jahres umgesetzt. Das Unternehmen flankiert die Neuregelung mit Kommunikationsmaßnahmen. So finden an bestimmten Haltestellen Promotion-Aktionen statt. Plakate und Flyer in den Bussen sowie Aufkleber an der vorderen Einstiegstür (siehe Foto) erklären das neue Procedere.

Die erhoffte Beschleunigung soll die etablierten Vorteile des Vorneeinstiegs allerdings nicht in Frage stellen. So ist der Einstieg durch die hintere Tür zwecks Erhalts eines geordneten Fahrgastflusses – wie bisher – bestimmten Fahrgastgruppen (z. B. mit Rollstuhl, Kinderwagen oder Fahrrad) vorbehalten.

„Das Fahrpersonal ist unabhängig vom neuen Verfahren zudem natürlich weiterhin berechtigt, Fahrkarten zu prüfen. Im Wesentlichen werden Prüfungen künftig jedoch verstärkt durch regiobus Kontrollpersonal vorgenommen“, sagt Tiedgen.

GCN/la