Wichtige Informationen zu Schnell- und Selbsttest – Das müssen Sie jetzt wissen

Der Schnelltest muss von geschultem Personal durchgeführt werden/GCN

Garbsen – Unser Leben wird zukünftig von Inzidenzwerten, Corona-Tests und Impfungen bestimmt. Teilweise brauchen wir Corona-Tests um beispielsweise ins Kosmetik-Studio zu gehen, abhängig von den Inzidenzwerten in der Region Hannover. 

Die Begriffe „Selbsttest“ und „Schnelltest“ werden oft synonym verwendet, dabei sind es ganz unterschiedliche Testverfahren. Hier ein Überblick über die Unterschiede und wo man welchen Test bekommt.

Nach der Ministerpräsidentenkonferenz kam es zu einiger Verwirrung um die Begriffe „Schnelltest“ und „Selbsttest“. Die beiden Worte sind nicht synonym zu verwenden, sie beschreiben  unterschiedliche Arten von Tests auf eine Coronavirus-Infektion.

Schnelltests – Kosten trägt der Bund

sind bereits ausreichend auf dem Markt. Der Nachteil: Der Abstrich muss durch geschultes Personal abgenommen werden. Dafür wird ein tiefer Nasen- oder Rachenabstrich genommen, was nicht ganz einfach und für viele auch nicht so angenehm ist.

Vorteil: Der Test liefert gleich vor Ort Ergebnisse. Die Auswertung ist ähnlich wie bei Schwangerschaftstests: Die Probe kommt auf einen Streifen, der mit einer Verfärbung reagiert. Das Ergebnis soll in 15 bis 20 Minuten da sein.

Für alle Bürger soll mindestens ein kostenloser Schnelltest pro Woche angeboten werden, auch ohne Symptome. Der Bürger erhält dann eine Bescheinigung zum Ergebnis etwa für Reisen oder zum Besuch in Pflegeheimen oder den Termin in einem Kosmetikstudio. Der Bund will die Kosten übernehmen, um die Organisation müssen sich aber die Länder und Regionen kümmern, ob dieser Test auch in Apotheken abgenommen werden kann ist noch nicht sicher, die Apotheken stehen mit der Stadt Garbsen in Verbindung, denn die Organisation ist keine einfache Sache. Wo kommt das zusätzliche, geschulte Personal her, was gibt es für gesetzliche Vorschriften, reichen die Räumlichkeiten aus, wie soll der Ansturm bewältigt werden? Fragen über Fragen, auf die es in Garbsen noch keine Antworten gibt. Bürgermeister Christian Grahl hat versprochen sich der Sache anzunehmen und ggf. mit der Freiwilligen-Agentur zusammenzuarbeiten,  er steht auch mit den Apotheken aus Garbsen in engem Kontakt. Unter Berücksichtigung der o.g. Vorraussetzungen sind hier noch sehr viele Fragen offen.

Selbsttests – müssen selbst gekauft werden

sie kommen kommende Woche in den Einzelhandel. Sie sind „laienverständlich“, wie das Bundesgesundheitsministerium schreibt, und können von jedem zu Hause gemacht werden. Es gibt unterschiedliche Tests, bei einigen muss man einen Abstrich vorn in der Nase nehmen, bei anderen ist es ein Spuck- oder Gurgeltest. Sie eignen sich zum Beispiel für Familientreffen, bieten aber eine geringere Sicherheit, weil sie über eine höhere Fehlerrate aufweisen. Es gibt auch keine offizielle Dokumentation über das Ergebnis, in wieweit diese Tests anerkannt werden, ist noch offen. Im privaten Bereich durchaus sinnvoll, z.B. wenn man die Oma besuchen möchte.

Die Tests sollen bei Rossmann, dm, Aldi Süd oder Edeka und in Apotheken ab etwa 9. März zu bekommen sein. Es könnte sein, dass Kunden nur eine begrenzte Zahl kaufen dürfen, um vielen Menschen einen Test zu ermöglichen. Die Tests sollen bei Aldi etwa 5,00 Euro pro Stück kosten, natürlich können die Apotheken diese Preise nicht halten. Die großen Lebensmittel-Konzerne haben hier ganz andere Verhandlungsspielräume, aufgrund Bestellungen hoher Stückzahlen.

GCN wird die Testmöglichkeiten für Garbsen in den nächsten Tagen und Wochen genau beobachten und immer wieder darüber berichten.

GCN/bs