GARBSEN – Nach drei Jahren – Landesaufnahmebehörde schließt Flüchtlingsunterkunft in Garbsen zum 30. Juni.
Mit dem Ende des Monats schließt die Landesaufnahmebehörde Niedersachsen (LAB NI) ihre Notunterkunft in Garbsen. Nach drei Jahren endet der vertraglich vereinbarte Betrieb der Einrichtung, die seit Juli 2023 bis zu 500 geflüchteten Menschen vorübergehend Schutz und Unterkunft geboten hat.
Bereits seit April 2026 wurden keine neuen Bewohnerinnen und Bewohner mehr nach Garbsen zugewiesen. Die Einrichtung wurde seitdem schrittweise zurückgefahren, um die planmäßige Schließung zum 30. Juni vorzubereiten. Die dort untergebrachten Menschen wurden in andere Einrichtungen oder Kommunen weitervermittelt.
Nach Angaben der Landesaufnahmebehörde hat die Notunterkunft während ihrer gesamten Laufzeit einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der Unterbringungssituation in Niedersachsen geleistet. Präsident Klaus Dierker dankte allen Beteiligten für ihren Einsatz: „Die Notunterkunft in Garbsen hat einen wichtigen Beitrag zur Unterbringung geflüchteter Menschen in Niedersachsen geleistet. Mein Dank gilt allen Partnern und Dienstleistenden vor Ort, die in den vergangenen drei Jahren mit großem Engagement daran gearbeitet haben, das Zusammenleben in der Unterkunft gut zu gestalten.“
Besonders hob Dierker die enge Zusammenarbeit mit der Stadt Garbsen, den beteiligten Behörden, Hilfsorganisationen, der Polizei sowie den zahlreichen ehrenamtlich Engagierten hervor. Die Unterstützung vor Ort habe maßgeblich dazu beigetragen, dass der Betrieb der Unterkunft während der gesamten Laufzeit reibungslos verlaufen sei.
Auch Garbsens Bürgermeister Claudio Provenzano zieht zum Abschluss eine positive Bilanz. „Die Menschen in Garbsen haben in den vergangenen drei Jahren gezeigt, dass Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt vor Ort gelebt werden. Mein Dank gilt allen Bürgerinnen und Bürgern sowie den vielen haupt- und ehrenamtlich Engagierten, die dazu beigetragen haben, geflüchteten Menschen ein gutes Ankommen zu ermöglichen“, so der Bürgermeister.
Die Notunterkunft war im Juli 2023 eingerichtet worden, als aufgrund der hohen Zahl geflüchteter Menschen kurzfristig zusätzliche Unterbringungsmöglichkeiten benötigt wurden. Während der vergangenen drei Jahre fanden dort Menschen aus verschiedenen Herkunftsländern vorübergehend Unterkunft, bevor sie auf Städte und Gemeinden in Niedersachsen verteilt wurden.
Mit der Schließung endet nun wie geplant der vertraglich vereinbarte Nutzungszeitraum der Einrichtung. Für die Stadt Garbsen schließt sich damit ein Kapitel, das in den vergangenen Jahren von organisatorischen Herausforderungen, aber auch von vielfältigem ehrenamtlichem Engagement und einer engen Zusammenarbeit zahlreicher Institutionen geprägt war.
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