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Wasserampel steht wieder auf Gelb – Wasserverband Garbsen-Neustadt (WVGN) ruft zum Wassersparen auf

Die Wasser-Ampel des Wasserverbandes steht auf gelb/ Symbolbild durch KI erstellt/GCN

Garbsen – Wasserampel steht wieder auf Gelb – Wasserverband Garbsen-Neustadt (WVGN) ruft zum Wassersparen auf.

Hoher Verbrauch durch Hitze, Gartenbewässerung und Pools – Das gilt jetzt in Garbsen und Neustadt

Nur wenige Tage nach Beginn der ersten hochsommerlichen Wetterphase des Jahres ruft der Wasserverband Garbsen-Neustadt am Rübenberge (WVGN) zum Wasser sparen auf. Seit Mittwoch, 24. Juni 2026, steht die Wasserampel des Verbandes wieder auf Gelb. Damit appelliert der WVGN an alle Bürgerinnen und Bürger im Versorgungsgebiet, Trinkwasser bewusst und sparsam zu verwenden.

Nach Angaben des Verbandes haben die Niederschläge im Mai die Situation zunächst etwas entspannt. Die aktuelle Hitzeperiode mit hohen Temperaturen und nur vereinzelten Gewittern sorgt jedoch erneut für einen deutlich steigenden Wasserverbrauch. Besonders die Bewässerung von Gärten sowie das Befüllen privater Pools treiben den Bedarf in die Höhe.

Versorgungssystem gerät unter Druck

Der WVGN berichtet, dass Brunnen, Wasseraufbereitung und Leitungsnetze derzeit zwischen 20 und 40 Prozent stärker belastet werden als üblich. Gleichzeitig müsse sichergestellt werden, dass die Trinkwasserbehälter jederzeit ausreichend gefüllt bleiben.

Der Verband betont, dass aktuell keine Gefahr für die Trinkwasserversorgung besteht. Dennoch sei ein verantwortungsvoller Umgang mit dem wertvollen Gut Wasser notwendig, um die Versorgungssicherheit dauerhaft zu gewährleisten.

Neben kurzfristigen Maßnahmen investiert der WVGN nach eigenen Angaben kontinuierlich in die Infrastruktur. Dazu gehören unter anderem der Neubau und die Regenerierung von Trinkwasserbrunnen sowie technische Modernisierungen der Anlagen.

Welche Regeln gelten aktuell?

Zusätzlich verweist der WVGN auf die derzeit gültige Allgemeinverfügung der Region Hannover zur Bewässerung von Grünflächen.

Diese Regelung gilt vom 1. Juni bis zum 30. September 2026. Sobald an der Wetterstation Hannover-Langenhagen Temperaturen von mindestens 27 Grad Celsius gemessen werden, dürfen zwischen 11 und 17 Uhr keine Rasensprenger oder sonstigen stationären beziehungsweise mobilen Beregnungsanlagen betrieben werden. Betroffen sind private Gärten, öffentliche Grünflächen, Sportanlagen sowie land- und forstwirtschaftliche Flächen.

Erlaubt bleiben dagegen:

  • Gießen mit der Gießkanne
  • Bewässerung per Eimer
  • punktgenaue Bewässerung einzelner Pflanzen und Bäume
  • Tröpfchenbewässerung
  • die Nutzung von gespeichertem Regenwasser aus Zisternen oder Regentonnen

Der Hintergrund: In den heißen Mittagsstunden verdunstet ein großer Teil des Wassers, bevor es überhaupt die Wurzeln der Pflanzen erreicht. Das Verbot soll daher sowohl Wasser sparen als auch das Grundwasser schützen.

So können Haushalte Wasser sparen

Gerade in den kommenden heißen Tagen können bereits kleine Maßnahmen helfen, den Verbrauch deutlich zu reduzieren:

  • Rasen möglichst nicht bewässern – viele Rasenflächen erholen sich nach Trockenperioden von selbst.
  • Pflanzen lieber früh morgens oder spät abends gießen.
  • Regenwasser in Tonnen oder Zisternen sammeln und nutzen.
  • Pools nach Möglichkeit abdecken, um Verdunstungsverluste zu reduzieren.
  • Terrassen und Einfahrten nicht mit Trinkwasser abspritzen.
  • Beim Duschen einige Minuten einsparen.
  • Wasch- und Spülmaschinen nur voll beladen laufen lassen.

Besonders bei Pools können Abdeckungen einen erheblichen Unterschied machen. Durch Verdunstung gehen an heißen Tagen sonst schnell mehrere Hundert Liter Wasser verloren.

Noch keine Einschränkungen, aber ein deutliches Signal

Mit der gelben Wasserampel verbindet der WVGN derzeit keine Verbote für die Trinkwassernutzung. Die Umstellung ist jedoch ein deutliches Signal, dass die Wasserversorgung in den Sommermonaten zunehmend unter Druck gerät.

Ob weitere Maßnahmen notwendig werden, hängt vor allem davon ab, wie sich Wetterlage und Wasserverbrauch in den kommenden Wochen entwickeln. Sollte die Hitze anhalten und der Verbrauch weiter steigen, könnte die Situation erneut kritischer werden.

Der WVGN bittet daher alle Verbraucherinnen und Verbraucher bereits jetzt um einen bewussten Umgang mit Trinkwasser – damit die Versorgung auch während längerer Hitzeperioden stabil bleibt. Lesen Sie auch: Neues Wassergesetz in Niedersachsen beschlossen – was könnte das für die Bürger verändern?

GCN/bs