Start Aktuelles 800 Jahre Stelingen – Neuer Jubiläumsstein wird zum Symbol für Zusammenhalt und...

800 Jahre Stelingen – Neuer Jubiläumsstein wird zum Symbol für Zusammenhalt und Heimatgefühl

V.l.n.r.:Ortsbürgermeisterin M.Jasiniok, BM Provenzano, Daniel Vogtland, Brandmeister, sein Stellvertreter Tim Hische, 800 Jahre Verein Vorsitzender Fabian Scharmann, sein Stellvertreter Hendik Dannenbrink,Jens Less Schützenverein,Vorsitzender, Achim Hübner TSV Stelingen Vorsitzender, Herbert Pannwitz, 800 Jahre Verein, Schriftführer. Auf den unten Bild u.a. Heinrich Dannenbrink und Bürgermeisterkandidat der CDU Robert Engelmann/Fotos: privat

Garbsen/Stelingen – 800 Jahre Stelingen – Neuer Jubiläumsstein wird zum Symbol für Zusammenhalt und Heimatgefühl.

Mit einem großen Festwochenende hat der Garbsener Ortsteil Stelingen sein 800-jähriges Bestehen gefeiert. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher kamen zusammen, um die lange Geschichte des Dorfes zu würdigen, gemeinsam zu feiern und auf die Zukunft zu blicken. Einer der emotionalen Höhepunkte der Feierlichkeiten war die Rede von Hendrik Dannenbrink, dem zweiten Vorsitzenden des Fördervereins Stelingen, der mit viel Humor, Herz und Dorfverbundenheit über den neuen Jubiläumsstein sprach – und damit gleichzeitig über das, was Stelingen ausmacht.

Auch Garbsens Bürgermeister Claudio Provenzano war bei den Feierlichkeiten vor Ort und würdigte die Bedeutung des Jubiläums sowie das starke ehrenamtliche Engagement im Ort.

Im Mittelpunkt der Rede stand der neue Stein am Dorfmittelpunkt – ein Projekt, das der eigens gegründete Förderverein zum Jubiläum umgesetzt hat. „Zu so einem Jubiläum gehört ein neuer Stein“, sagte Dannenbrink vor den Gästen. Der bisherige Stein habe zwar „50 Jahre lang tapfer durchgehalten“, doch zum 800-jährigen Bestehen sollte etwas Besonderes entstehen.

Dabei wurde schnell deutlich: Hinter dem neuen Wahrzeichen steckt weit mehr als nur ein großes Stück Naturstein. Dannenbrink schilderte mit viel Witz die Entstehungsgeschichte – von Diskussionen über den richtigen Standort bis hin zum aufwendigen Transport des tonnenschweren Steins aus Horst. „Der Stein durfte wirklich nicht mehr wiegen“, erklärte er schmunzelnd mit Blick auf den eingesetzten Radlader und die schwierigen Bedingungen beim Aufbau.

Auch vor Ort lief nicht alles nach Plan. Das eigens errichtete Fundament habe sich eher als Hindernis erwiesen. „So ein Stein hat seinen ganz eigenen Kopf“, sagte Dannenbrink und sorgte damit für viele Lacher unter den Gästen. Doch typisch Stelingen sei gewesen, dass niemand aufgegeben habe. „Wir haben geschoben, gehoben, überlegt, nochmal geschoben – und irgendwann lag er dann da, wo er hingehört.“

Besonders emotional wurde die Rede, als Dannenbrink den Bogen zur Geschichte des Dorfes schlug. Der frühere Name „Stenlage“ habe schließlich nicht ohne Grund mit Steinen zu tun. „Wenn wir hier eins haben, dann sind es Steine“, sagte er augenzwinkernd. Doch viel wichtiger sei etwas anderes: „Was wir dafür haben, ist Gemeinschaft. Engagement. Und Menschen, die mit anpacken.“

Genau das spiegelte sich während des gesamten Jubiläumswochenendes wider. Viele Helferinnen und Helfer hatten sich im Vorfeld engagiert, organisiert, aufgebaut und unterstützt. Dannenbrink nutzte die Gelegenheit, um sich ausdrücklich bei allen Beteiligten zu bedanken – darunter auch bei Unterstützern wie Herbert Pannwitz und dem Vorsitzenden des Fördervereins, Fabian Scharmann.

Foto: privat

Der neue Stein soll künftig nicht nur an das Jubiläum erinnern, sondern den Dorfmittelpunkt weiter aufwerten. Geplant sind zusätzliche Bepflanzungen und weitere Verschönerungen rund um den Bereich. „Dieser Stein ist nicht einfach nur ein Stein“, betonte Dannenbrink. „Er ist ein Zeichen dafür, dass unser Dorf lebt.“

Mit viel Applaus endete die Rede schließlich mit einem gemeinsamen Blick in die Zukunft – und dem Wunsch, dass der neue Stein mindestens genauso lange bestehen möge wie das Dorf selbst bereits existiert.

Stelingen hat an diesem Wochenende eindrucksvoll gezeigt, wie lebendig Dorfgemeinschaft sein kann – getragen von Tradition, Ehrenamt und einem starken Zusammenhalt über Generationen hinweg.

GCN/bs