GARBSEN – Nach der Kommunalwahl steht die Zusammensetzung des neuen Rates der Stadt Garbsen weitgehend fest. Die SPD bleibt mit deutlichem Abstand stärkste politische Kraft. Auffällig ist vor allem das starke Abschneiden der AfD, die künftig ebenso viele Ratsmitglieder stellt wie die CDU. Bei der personellen Besetzung eines Mandats steht allerdings noch ein Losentscheid aus.
Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis erreicht die SPD bei der Ratswahl 34,44 Prozent der Stimmen. Sie erhält damit 14 der insgesamt 42 zu vergebenden Sitze und bildet weiterhin die stärkste Fraktion im Garbsener Stadtrat.
Die CDU kommt auf 21,91 Prozent und erhält neun Mandate. Knapp dahinter folgt die AfD mit 20,51 Prozent. Auch sie zieht mit neun Vertreterinnen und Vertretern in den Rat ein. Damit sind CDU und AfD künftig gleich stark vertreten, obwohl die CDU beim Stimmenanteil leicht vor der AfD liegt.
Die Grünen erreichen 10,76 Prozent und erhalten fünf Sitze. Auf die Linke entfallen 5,91 Prozent und zwei Mandate. Die FDP kommt auf 3,45 Prozent und erhält einen Sitz. Ebenfalls mit jeweils einem Ratsmitglied vertreten sind Die Unabhängigen mit 1,85 Prozent und DAVA-Niedersachsen mit 1,17 Prozent.
Die Sitzverteilung im Überblick
- SPD: 14 Sitze
- CDU: 9 Sitze
- AfD: 9 Sitze
- Grüne: 5 Sitze
- Die Linke: 2 Sitze
- FDP: 1 Sitz
- Die Unabhängigen: 1 Sitz
- DAVA-Niedersachsen: 1 Sitz
Besonders deutlich fällt der Zuwachs der AfD aus. Sie war im bisherigen Rat mit drei Mandaten vertreten und erhält nun neun Sitze. Dadurch werden mehrere neue AfD-Mitglieder in den Stadtrat einziehen.
Die CDU verliert im Vergleich zur bisherigen Zusammensetzung mehrere Mandate und kommt künftig ebenfalls auf neun Sitze. Die SPD bleibt trotz leichter Verluste stärkste Kraft. Auch bei den Grünen und der FDP fällt die Zahl der Sitze geringer aus als bislang. Die Linke verbessert sich dagegen auf zwei Mandate. DAVA-Niedersachsen wird erstmals im Rat der Stadt Garbsen vertreten sein.
Insgesamt dürfte sich das Erscheinungsbild des Rates damit deutlich verändern. Neben bekannten Ratsmitgliedern werden zahlreiche neue Personen in das kommunalpolitische Gremium einziehen.
Vollständig abgeschlossen ist die personelle Zusammensetzung allerdings noch nicht. Nach Angaben auf dem Wahlportal wurden zwar alle 42 Sitze rechnerisch vergeben, für die endgültige personelle Zuordnung eines Mandats ist jedoch noch ein Losentscheid erforderlich. Die abschließende Feststellung erfolgt durch den zuständigen Wahlausschuss.
An der Ratswahl beteiligten sich 27.967 der insgesamt 46.136 Wahlberechtigten. Die Wahlbeteiligung lag damit bei 60,62 Prozent. Insgesamt wurden 80.232 gültige Stimmen abgegeben.
Das veröffentlichte Ergebnis ist weiterhin als vorläufiges amtliches Endergebnis gekennzeichnet. Bis zur offiziellen Feststellung durch den Wahlausschuss können sich daher noch Änderungen ergeben.
Quelle der Zahlen: Wahlportal der Region Hannover, vorläufiges amtliches Endergebnis, Stand 14. September 2026, 3.07 Uhr.
GCN/bs














