Garbsen/Altgarbsen – Straße gibt nach – Lkw muss in Altgarbsen aus metertiefem Loch geborgen werden.
Ein ungewöhnlicher Vorfall hat am Freitag, 19. Juni, im Bereich des Pottbergswegs in Altgarbsen für Aufsehen gesorgt. Ein Lastwagen, der einen Container für die dortige Gartenkolonie anliefert hatte, sackte beim Verlassen der Straße plötzlich in den Untergrund ein.
Nach Angaben von Anwohnern war ein lauter Knall zu hören, bevor der Lkw auf einer Straßenseite etwa einen Meter tief im Boden versank. Der Container war zuvor für ein Arbeitseinsatz-Wochenende des Vereins angeliefert worden, bei dem verschiedene gemeinnützige Arbeiten auf dem Gelände geplant waren.
Der Lastwagen konnte seine Fahrt anschließend nicht mehr fortsetzen. Zur Bergung musste ein spezialisiertes Abschleppunternehmen angefordert werden. Mit schwerem Gerät gelang es schließlich, das Fahrzeug wieder aus dem entstandenen Loch herauszuziehen.
Auf Nachfrage von Garbsen-City-News erklärte Polizistin Frau Höhnke, von der Polizeiinspektion Garbsen, dass nach derzeitigen Erkenntnissen eine sogenannte Unterspülung der Straße als Ursache in Betracht kommen könnte.
Unter einer Unterspülung verstehen Fachleute die Auswaschung von Erdreich unterhalb der Fahrbahn. Dabei entstehen im Verborgenen Hohlräume, während die Straßenoberfläche zunächst oft unauffällig bleibt. Ursachen können beispielsweise beschädigte Abwasser- oder Regenwasserleitungen, undichte Kanäle oder über längere Zeit eindringendes Wasser sein. Wird die darüberliegende Fahrbahndecke anschließend durch das Gewicht eines Fahrzeugs belastet, kann sie plötzlich nachgeben und einbrechen.
Solche Schäden sind von außen häufig nicht erkennbar und werden oftmals erst entdeckt, wenn es zu einem Einsturz oder einer Absackung kommt. Die Größe der entstandenen Hohlräume kann dabei stark variieren – von kleineren Ausspülungen bis hin zu größeren Bereichen unter der Fahrbahn.
Nach dem Vorfall wurde die betroffene Stelle abgesichert. Die weiteren Untersuchungen sowie die Instandsetzung des entstandenen Schadens liegen nun voraussichtlich im Zuständigkeitsbereich der Stadtentwässerung. Diese wird die Ursache der Absackung prüfen und sicher die notwendigen Reparaturmaßnahmen veranlassen.
Verletzt wurde bei dem Vorfall nach bisherigen Erkenntnissen niemand. Auch über die Höhe eines möglichen Sachschadens liegen derzeit noch keine Angaben vor.
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