Garbsen – Lesermeinung zur K322 – „Die Folgen der Baustelle gehen weit über die Straßensperrung hinaus“.
Die erneute Verzögerung bei den Bauarbeiten an der K322 zwischen Horst und Frielingen sorgt weiterhin für Diskussionen. Nachdem die Region Hannover mitgeteilt hat, dass der zuletzt angekündigte Fertigstellungstermin zum Ende der Sommerferien nicht eingehalten werden kann, erreichen auch unsere Redaktion zahlreiche Zuschriften von Leserinnen und Lesern.
Ein Leser weist dabei auf einen Aspekt hin, der seiner Ansicht nach bislang zu wenig Beachtung gefunden hat: die Auswirkungen der langjährigen Vollsperrung auf den öffentlichen Personennahverkehr.
Nach seiner Einschätzung habe sich die Situation für viele Fahrgäste, insbesondere für ältere Menschen, deutlich verschlechtert. Während die Busse der Linie 400 früher im 20-Minuten-Takt verkehrt seien, bestehe derzeit nur noch eine stündliche Verbindung in beide Richtungen. Dadurch verlängerten sich Wege zu Ärzten, Behörden, Einkaufsmöglichkeiten oder Freizeiteinrichtungen erheblich.
Der Verfasser befürchtet, dass viele Bürgerinnen und Bürger deshalb dauerhaft wieder auf das Auto umsteigen und dadurch die Bemühungen zur Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs geschwächt werden könnten.
Darüber hinaus kritisiert der Leser die lange Dauer der Baumaßnahme insgesamt. Die ursprünglich auf wenige Wochen ausgelegte Sperrung bestehe inzwischen seit rund einem Jahr. Neben den bekannten Belastungen für Anwohner, Pendler und Gewerbetreibende sieht er auch im eingeschränkten Nahverkehr eine erhebliche zusätzliche Einschränkung für den Ortsteil Horst.
In seiner Zuschrift fordert der Leser die Verantwortlichen der Region Hannover auf, sowohl die Bauarbeiten schnellstmöglich abzuschließen als auch die Auswirkungen auf den ÖPNV stärker zu berücksichtigen. Nach seiner Auffassung hätte geprüft werden müssen, ob sich das bisherige Busangebot während der Bauzeit durch alternative Fahrpläne oder zusätzliche Fahrzeuge besser aufrechterhalten ließe.
Hinweis der Redaktion
Dieser Beitrag gibt die Meinung eines Lesers wieder und wurde aus Gründen der Verständlichkeit sowie aus presserechtlichen Gründen redaktionell gekürzt und bearbeitet. Die geäußerten Ansichten entsprechen nicht zwangsläufig der Auffassung der Redaktion.
Was meinen Sie? Hat sich die Vollsperrung der K322 auch auf Ihren Alltag ausgewirkt – sei es mit dem Auto, dem Fahrrad oder dem öffentlichen Nahverkehr? Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen in die Kommentare auf unseren Social-Media-Kanälen.
GCN/bs













