Bitte keine Wassertiere füttern – die Schilder stehen nicht umsonst da!

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Garbsen – Unsere Leserin Isabel hat uns heute einen Leserbrief geschrieben – indem sie uns bittet, auf das Verbot der Fütterung von Enten und Schwänen hinzuweisen.

Isabell findet es nicht richtig, dass die Bürgerinnen und Bürger trotz der Verbotsschilder tütenweise altes Brot und andere alte Backwaren mit an den schwarzen See nehmen und dort Enten und andere Tiere zu füttern.

Kaum ein Gewässer in der Garbsen, wo sich nicht tagtäglich die gleiche Szene abspielt: Wohlmeinende Menschen mit Plastiktüten voller Brotreste ziehen Dutzende von Wasservögeln an. Die streiten sich um die dicksten Brocken – und der Flinkste und Frechste trägt den fettesten Happen davon. Ein Schauspiel, das manch einem Vogelfütterer das Gefühl geben mag, Bedürftigen etwas Gutes zu tun.

Tatsächlich ist eher das Gegenteil der Fall. Das versichern Ornithologen und Naturschutzverbände. Denn zum einen sind Brotreste, angeschimmelte gar, Laugengebäck nichts für das Federvieh.

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Die Tiere fressen es zwar begierig, vertragen es aber nicht. Verantwortlich dafür sind Inhaltsstoffe wie Gewürze, Aroma-, Farb- und Konservierungsstoffe. Allesamt Stoffe, die Wildtiere sonst nie zu sich nehmen. Altes Brot hat viel zu viel Salz als Inhaltsstoff und tut den Tieren überhaupt nicht gut.

Auch Gewässer leiden unter der (unsachgemäßen) Vogelfütterung

Die gut gemeinte Brot-Verwertung hat noch einen weiteren gravierenden Nachteil: Sie vergiftet das Wasser. Untersuchungen haben ergeben, dass nie alles aufgefressen wird. Selbst die gierigsten Vögel lassen noch mehr als zehn Prozent des Brots unbeachtet. Und was zum Grund sinkt, trägt zur Überdüngung des Gewässers bei: Es bilden sich vermehrt Algen, das Wasser trübt sich ein. Dadurch wird Photosynthese schon in geringen Tiefen unmöglich, Pflanzen sterben ab und vermodern. Die Bakterien, die das organische Material zersetzen, entziehen dem Wasser zusätzlich Sauerstoff. Hinzu kommt der Kot der Wasservögel als weiterer, unerwünschter Dünger. So können, zumal in den warmen Sommermonaten, ganze Gewässer „umkippen“.

Das soll aber nicht heißen, dass wir wilde Vögel überhaupt nicht füttern sollten. Zwar gehen die Meinungen darüber, wann und ob gefüttert werden sollte, auseinander. So raten etwa der Nabu und viele Stadtverwaltungen generell von der sommerlichen Vogelfütterung ab.

GCN/bs