„Allee unserer Träume“: Lesung mit Ulrike Gerold und Wolfram Hänel

Ulrike Gerold und Wolfram Hänel lesen am 27. Juni in der Stadtbibliothek Garbsen aus ihrem Gemeinschaftswerk „Allee unserer Träume“ vor (Foto: Ullstein / Hans Scherhaufer)

Garbsen – Das bekannte Autorenduo Ulrike Gerold und Wolfram Hänel ist am Donnerstag, 27. Juni, um 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek, Rathausplatz 13, zu einer Lesung zu Gast.

Die hannoverschen Schriftsteller lesen aus ihrem großen Nachkriegsroman „Allee unserer Träume“ über den Bau der Karl-Marx-Allee in Ost-Berlin und erzählen von den persönlichen Hintergründen der Geschichte.

 

Ulrike Gerold und Wolfram Hänel lesen am 27. Juni in der Stadtbibliothek Garbsen aus ihrem Gemeinschaftswerk „Allee unserer Träume“ vor (Foto: Ullstein / Hans Scherhaufer)

Zum Inhalt des Romans 

Der Roman spielt im Jahr 1950. Der Krieg ist vorbei und Berlin befindet sich im Wiederaufbau. Im Osten der Stadt wird von der Partei-/Staatsführung eine Prachtstraße (Stalinallee, ab 1961 Karl-Marx-Allee) in monumentalem Stil geplant.

Die junge Architektin Ilse Schellhaas aus Mühlhausen überzeugt mit ihren Träumen von Komfortwohnungen für Arbeiter als einzige Frau im Wettbewerb. Dort begegnet sie Helmut, dem Mann ihrer verstorbenen Schwester, deren Identität sie einem Grenzzwischenfall angenommen hat.

 

Dadurch erpressbar geworden, muss sie hinter Helmut zurücktreten. Die engagierte Ilse arbeitet als Bauleiterin, bis sie nach dem Arbeiteraufstand im Juni 1953 die DDR verlässt.

Mit dem Roman erinnert das bekannte Autorenduo an Hänels Mutter, die Architektin Annemarie-Ilse Schellhaas (1920-2013).

Die fiktive Handlung (historische Personen sind verfremdet) mit Rückblicken bis in die Dreißigerjahre ist geprägt von schicksalhaften Ereignissen und führt die Protagonisten schließlich bis ins Jahr 1989.

 

Zur Lesung

Während der Lesung lüftet das Autorenduo Geheimnisse aus dem Entstehungsprozess des Romans, erzählt von den wahren Begebenheiten, die als Vorlage der Handlung dienten, und plaudert über Interna aus seiner Schreibarbeit.

Sollten dann immer noch nicht alle Fragen rund um die Bezüge zwischen Familie Schellhaas/Hänel beantwortet sein, besteht am Ende der Veranstaltung die Möglichkeit noch weiter ins Gespräch zu kommen.

Der Roman kann an diesem Abend am Büchertisch von Wulfs Bücherbörse erworben und von den Autoren signiert werden.

Die szenische Lesung wird zur Show durch die dramaturgisch geschickt gesetzten Songs vom Gitarristen und Rock-Urgestein Arndt Schulz, einem ehemaligen Mitglied der Rockband Jane.

Das Publikum kann sich auf zeitgenössische Songs zur Handlung von Weill/Brecht bis Bowie sowie „Ton Steine Scherben“ und „City“ freuen.

Zu den Autoren

Ulrike Gerold, Jahrgang 1956, studierte Germanistik, Theaterwissenschaften und Kunstgeschichte an der FU Berlin. Sie arbeitete als Produktions- und Öffentlichkeitsdramaturgin an verschiedenen Theatern.

1992 konzipierte sie das Theaterstrukturmodells IFFLANDS. Seit 1993 ist sie freie Journalistin für Kultur, Wissenschaft und Reise.

Außerdem schreibt Ulrike Gerold Sachbücher für Kinder und Jugendliche sowie Reisegeschichten, seit 2012 auch Romane für Erwachsene (unter anderem unter dem Pseudonym Freda Wolff).

Wolfram Hänel, Jahrgang 1956, studierte Germanistik und Anglistik an der FU Berlin. Er arbeitete als Plakatmaler, Werbetexter, Theaterfotograf, Studienreferendar, Spieleerfinder und Dramaturg.

Seit 1987 schreibt er Theaterstücke sowie Kinder- und Jugendbücher, seit 2007 auch Romane für Erwachsene (unter anderem unter dem Pseudonym Kurt Appaz, gemeinsam mit Ulrike Gerold auch unter „Freda Wolff“).

Inzwischen sind mehr als 100 Bücher von ihm erschienen, die in insgesamt 25 Sprachen übersetzt wurden.

Einlass ist ab 19 Uhr. Tickets kosten im Vorverkauf acht, an der Abendkasse zehn Euro. Kartenvorbestellungen sind unter Telefon (0 51 31) 70 71 70 oder mittels E-Mail an [email protected] möglich.

GCN/kk