Garbsen – Verkehrsunfall bei Osterwald und E-Scooter-Flucht – Polizei ermittelt in zwei Fällen.
Gleich zwei Einsätze beschäftigten die Polizei Garbsen am Freitag- und Samstagabend. In Osterwald Unterende kam es zu einem Verkehrsunfall mit einer leicht verletzten Person, während die Polizei nur einen Tag später eine gefährliche Flucht eines mutmaßlich getunten E-Scooters durch mehrere Stadtteile verzeichnete.
Unfall auf der K316 bei Osterwald
Am Freitag gegen 17.45 Uhr ereignete sich auf der Kreisstraße 316 zwischen Osterwald und Frielingen, im Bereich der Ausfahrt B6/Bremer Straße, ein Verkehrsunfall mit zwei beteiligten Pkw. Nach bisherigen Erkenntnissen wollte ein 74-jähriger Mann aus Neustadt mit seinem VW Passat von der B6 abbiegen und übersah dabei einen vorfahrtsberechtigten Kia, der in Richtung Osterwald unterwegs war.
Die 23-jährige Fahrerin des Kia aus Wunstorf prallte frontal in die Seite des VW. Sie wurde dabei leicht verletzt und vorsorglich vor Ort durch den Rettungsdienst untersucht. Der Fahrer des VW blieb unverletzt.
An beiden Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden in Höhe von rund 15.000 Euro. Beim Kia lösten die Airbags aus, Trümmerteile verteilten sich über die Fahrbahn. Die K316 musste für die Unfallaufnahme einseitig gesperrt werden, beide Fahrzeuge wurden abgeschleppt. Gegen den VW-Fahrer wurde ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.
Getunter E-Scooter entzieht sich Polizeikontrolle
Am Samstagabend gegen 21.14 Uhr fiel einer Streife der Polizei Garbsen ein E-Scooter auf der Hannoverschen Straße in Höhe des Fußballstadions auf. Der Roller war nahezu so schnell unterwegs wie der fließende Verkehr, weshalb der Verdacht bestand, dass das Fahrzeug technisch verändert worden war.
Als die Polizei den E-Scooter kontrollieren wollte, missachtete der Fahrer sämtliche Anhaltesignale und flüchtete über die Hannoversche Straße in Richtung Altgarbsen. Trotz teils winterglatter Fahrbahn führte die Verfolgung durch ein Wohngebiet, wobei der E-Scooter zeitweise deutlich über 40 km/h fuhr. Die Flucht setzte sich über den Planetenring fort, bevor der Fahrer im Bereich Marshof über Gehwege entkam. Nach aktuellem Stand wurden andere Verkehrsteilnehmer nicht gefährdet.
Der gesuchte E-Scooter soll schwarz gewesen sein, auffällig breite Reifen und rote Streifen gehabt haben. Eine Versicherungsplakette fehlte. Gegen den bislang unbekannten Fahrer wird unter anderem wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens, Verstößen gegen das Pflichtversicherungsgesetz sowie möglicherweise wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt.
Die Polizei bittet Zeuginnen und Zeugen, die Hinweise zum Fahrer oder dem E-Scooter geben können, sich bei der Polizeiinspektion Garbsen zu melden.
GCN/bs


















