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„Die Dörfer dürfen nicht ihre Seele verlieren“ – Peter Hahne (CDU) bewirbt sich erneut um das Amt des Ortsbürgermeisters

Peter Hahne (56) vor der "Horster Mühle" für deren Erhalt er sich u.a. einsetzten will/GCN

Garbsen – „Die Dörfer dürfen nicht ihre Seele verlieren“ – Peter Hahne (CDU) bewirbt sich erneut um das Amt des Ortsbürgermeisters.

Wenn am 13. September die Kommunalwahl stattfindet, stellt sich Peter Hahne erneut zur Wahl als Ortsbürgermeister für die Ortschaften Horst, Frielingen, Meyenfeld und Schloß Ricklingen. Seit 2016 steht der CDU-Politiker an der Spitze des Ortsrates und möchte die Entwicklung der Dörfer auch in den kommenden Jahren aktiv mitgestalten.

Für den 56-Jährigen stehen dabei nicht nur Bauprojekte, Straßen oder kommunale Einrichtungen im Mittelpunkt. Vielmehr geht es ihm um das gesellschaftliche Miteinander und den Zusammenhalt in den Ortschaften. Ein Thema, das ihm besonders am Herzen liegt, ist die zunehmende Vereinsamung vieler Menschen.

„Unsere Dörfer leben vom Miteinander“, macht Hahne deutlich. Vereine, Feuerwehren, Dorfgemeinschaften und Gaststätten seien weit mehr als reine Freizeitangebote. Sie seien Orte, an denen Menschen zusammenkommen, Kontakte pflegen und Gemeinschaft erleben. Genau diese Strukturen seien in den vergangenen Jahren jedoch zunehmend unter Druck geraten.

Als Beispiel nennt Hahne die Entwicklung des Vereinswesens. In einigen Ortschaften seien traditionelle Einrichtungen und Treffpunkte bereits verschwunden oder stünden vor ungewissen Zukunftsperspektiven. So läuft in Schloß Ricklingen der Pachtvertrag für das Schützenhaus aus. Trotz intensiver Gespräche und der Suche nach Alternativen sei bislang noch keine dauerhafte Lösung gefunden worden.

Für Hahne sind solche Entwicklungen ein Warnsignal. „Wenn Vereine und Treffpunkte verschwinden, verliert ein Dorf einen Teil seiner Identität“, sagt er. Deshalb müsse die Politik Rahmenbedingungen schaffen, damit soziale Begegnungen auch künftig möglich bleiben.

Dabei richtet er den Blick auch auf die Gastronomie. Viele klassische Dorfkneipen seien in den vergangenen Jahren verschwunden. Aus seiner Sicht fehlen dadurch wichtige Orte des Austauschs. Gleichzeitig würden hohe behördliche Anforderungen es oftmals erschweren, neue gastronomische Angebote wirtschaftlich zu betreiben. Hahne spricht sich deshalb dafür aus, neue soziale Treffpunkte zu fördern und bestehende Strukturen zu erhalten.

Neben dem gesellschaftlichen Zusammenhalt stehen für ihn auch die Feuerwehren ganz oben auf der Prioritätenliste. Die Feuerwehrgerätehäuser in den Ortschaften müssten den heutigen Anforderungen entsprechen. „Hier muss  möglichst schnell gehandelt werden“, betont Hahne. Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte verdienten moderne und funktionale Rahmenbedingungen für ihre wichtige Arbeit. Ebenso setzt er sich u.a. für den Erhalt der „Horster Mühle“ ein.

Ein weiteres Anliegen ist ihm der Erhalt der Eigenständigkeit der Ortschaften. Die Ortsräte seien nach seiner Überzeugung ein wichtiger Bestandteil der kommunalen Demokratie, weil sie die Anliegen der Menschen direkt vor Ort aufgreifen. Gleichzeitig sieht Hahne Handlungsbedarf bei der Versorgung insbesondere älterer Menschen. Dazu gehörten beispielsweise wohnortnahe Dienstleistungen und eine ausreichende Infrastruktur. So verweist er darauf, dass es in einigen Ortschaften kaum noch Möglichkeiten gibt, Bargeld abzuheben, sodass viele Bürgerinnen und Bürger nach Garbsen-Mitte fahren müssen.

Bei seiner politischen Arbeit setzt Hahne nach eigenen Worten auf Sachorientierung und Zusammenarbeit. Darauf sei er besonders stolz: Trotz eines politisch breit aufgestellten Ortsrates seien in den vergangenen Jahren die meisten Entscheidungen einstimmig getroffen worden. In vielen Fällen habe es eine gemeinsame Linie über Parteigrenzen hinweg gegeben.

„Für die Menschen vor Ort ist nicht entscheidend, welche Partei einen Vorschlag macht, sondern ob er sinnvoll ist“, lautet seine Überzeugung. Die gemeinsame Suche nach Lösungen habe deshalb im Ortsrat stets Vorrang vor parteipolitischen Interessen gehabt.

Geprägt wurde Hahne nach eigenen Angaben auch durch sein familiäres Umfeld. Er stammt aus einer christlich geprägten Familie und orientiert sich bis heute an einem Bibelvers aus dem Matthäusevangelium (Kapitel 7, Vers 12), der häufig als „Goldene Regel“ bezeichnet wird: Diesen Fers hat ihm seine Mutter näher gebracht.

„Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch.“

Dieser Grundsatz begleite ihn seit vielen Jahren und sei für ihn sowohl im persönlichen als auch im politischen Umgang mit anderen Menschen von großer Bedeutung.

Mit seiner erneuten Kandidatur möchte Peter Hahne den eingeschlagenen Weg fortsetzen und sich weiterhin für die Interessen der Menschen in Horst, Frielingen, Meyenfeld und Schloß Ricklingen einsetzen. Im Mittelpunkt stehen für ihn dabei vor allem der Erhalt lebendiger Dorfgemeinschaften, eine starke Feuerwehr, funktionierende Infrastruktur und ein respektvolles Miteinander.

GCN/bs