Garbsen/Osterwald – 441. Wiesenscheibenschießen in Osterwald – Traditionsveranstaltung mit Geschichte lädt Hausbesitzer ein
Eine der ältesten Traditionen in Garbsen lebt auch in diesem Jahr weiter: Am Samstag, 8. August 2026, richtet der Schützenverein Osterwald Unterende im Auftrag der Stadt Garbsen das 441. Wiesenscheibenschießen aus. Die Veranstaltung findet von 14 bis 17 Uhr im Schießsportcenter „Zum Jagdschloss“ statt.
Teilnahmeberechtigt sind alle Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer aus Osterwald – unabhängig davon, ob sie im Oberen oder Unteren Ende wohnen. Geschossen werden kann für jede Hausnummer im Ort.
Das Wiesenscheibenschießen blickt auf eine außergewöhnlich lange Geschichte zurück. Bereits 1583 wurde die Tradition urkundlich erwähnt. Damals erhielt der beste Schütze als Preis eine Wiese, die sogenannte Schützenwiese. Alte Kirchenrechnungen aus dem Jahr 1588 belegen zudem, dass die Kirche jährlich einen Wiesenzins von zwölf Groschen aus dieser Wiese erhielt.
Auch spätere Dokumente, unter anderem aus den Jahren 1733 und 1790, beschreiben die Besonderheit dieses Brauchs. Demnach war das Schießen um die Schützenwiese ein ausschließlich in Osterwald gepflegtes Privileg. Der jeweilige Sieger durfte die Wiese bewirtschaften, musste dafür jedoch einen festgelegten Wiesenzins an die Kirche entrichten und zum Wohl der Dorfgemeinschaft eine halbe Tonne Bier stiften.
Bis heute wird die Tradition fortgeführt: Direkt nach dem Schießen bringt der Schützenverein die Wiesenscheibe zum Gewinner. Darüber hinaus erhält der Sieger von der Stadt Garbsen die Pachteinnahmen der historischen Schützenwiese in Form eines Schecks.
Der Schützenverein Osterwald Unterende hofft auf eine rege Beteiligung und lädt alle teilnahmeberechtigten Osterwalder Hausbesitzer herzlich ein, Teil dieser jahrhundertealten Tradition zu werden.
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