Start Aktuelles Baustopp beim Planetenbad – Schwere Baumängel verzögern Sanierung auf unbestimmte Zeit

Baustopp beim Planetenbad – Schwere Baumängel verzögern Sanierung auf unbestimmte Zeit

Leider verzögert sich die Fertigstellung des Planetenbades erneut/GCN

Garbsen – Baustopp beim Planetenbad – Schwere Baumängel verzögern Sanierung auf unbestimmte Zeit

Die Sanierung des Planetenbades am Planetenring wird sich weiter verzögern. Demnach wurden erhebliche Mängel an den Estricharbeiten festgestellt, die einen vollständigen Rückbau erforderlich machen.

Nach Angaben der Stadt waren die Arbeiten nach anfänglichen Verzögerungen – unter anderem durch unvorhergesehene Schwierigkeiten bei der Baustellenlogistik und Personalausfälle bei beauftragten Firmen – in der ersten Jahreshälfte 2026 zunächst gut vorangeschritten. Der Baufortschritt ist inzwischen jedoch gestoppt.

Estrich muss vollständig zurückgebaut werden

Wie die Stadt mitteilt, hat das mit der Bauleitung beauftragte Architekturbüro schwerwiegende Mängel an der Verbundabdichtung des Estrichs festgestellt. Diese sind so gravierend, dass der Estrich vollständig entfernt und neu hergestellt werden muss. Zudem wurden bereits ausgeführte Gewerke beschädigt, die nun ebenfalls instand gesetzt werden müssen.

Um ihre Ansprüche durchzusetzen, hat die Stadt Garbsen bereits ein Rechtsanwaltsbüro eingeschaltet.

Stadtbaurat Olaf Freitag erklärt dazu: „Die festgestellten Mängel erfordern leider zusätzliche Arbeiten, wodurch sich die Fertigstellung verschiebt. Wir schaffen jetzt die Voraussetzungen, damit die Baumaßnahme so zügig wie möglich abgeschlossen werden kann.“

Wann die Arbeiten fortgesetzt werden können und wann das Planetenbad wieder eröffnet, ist derzeit nicht absehbar. Erst wenn die erforderlichen Aufträge vergeben und die Abstimmungen mit den neu beauftragten Unternehmen abgeschlossen sind, könne ein neuer Fertigstellungstermin seriös genannt werden.

Bereits zahlreiche Arbeiten abgeschlossen

Trotz des aktuellen Rückschlags ist auf der Baustelle bereits ein großer Teil der Sanierungsarbeiten umgesetzt worden. So sind unter anderem die Fundamente und Stützen im Erdgeschoss, umfangreiche Stahlbeton- und Mauerwerksarbeiten sowie der Rohbau des neuen Fluchttreppenhauses fertiggestellt. Auch wesentliche Brandschutzmaßnahmen sowie Dachdecker-, Trockenbau- und Metallbauarbeiten sind weitgehend abgeschlossen.

Darüber hinaus wurden die technischen Anlagen für Elektro, Heizung, Lüftung, Sanitär, Badewassertechnik sowie Steuerungs- und Regeltechnik größtenteils installiert. In vielen Bereichen stehen lediglich noch die Endmontagen aus.

Mehr Komfort, moderne Technik und Barrierefreiheit

Mit der umfassenden Sanierung verfolgt die Stadt zwei zentrale Ziele: Zum einen soll das Planetenbad technisch auf den neuesten Stand gebracht werden, zum anderen soll der Komfort für die Besucherinnen und Besucher deutlich steigen. Die bisherige Technik galt in weiten Teilen als verschlissen.

Geplant sind vollständig erneuerte Umkleiden, Duschen und Sanitäranlagen. Außerdem wird das Bad künftig barrierefrei nutzbar sein und damit auch Menschen mit Mobilitätseinschränkungen einen uneingeschränkten Zugang ermöglichen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Energieeffizienz. Bereits installiert wurden Wärmepumpen, Anlagen zur Wärmerückgewinnung sowie Photovoltaikanlagen.

Schließzeit wird sinnvoll genutzt

Die weiterhin andauernde Schließung des Planetenbades nutzt die Stadt gleichzeitig, um notwendige Wartungs- und Ausbesserungsarbeiten an den Schwimmbecken vorzuziehen. Diese Maßnahmen wären ohnehin erforderlich gewesen und können nun während der laufenden Sanierung mit erledigt werden.

Wann das Planetenbad wieder für Schulen, Vereine und die Öffentlichkeit öffnen kann, bleibt jedoch weiterhin offen. Einen neuen Termin für die Fertigstellung kann die Stadt Garbsen derzeit noch nicht nennen.

GCN/bs