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Amphibienschutz in Garbsen – NABU stellt 4.000 Meter Zäune auf – Jetzt werden Helfer gesucht

Dieses Symbolbild wurde mit KI erstellt/GCN

Garbsen – Amphibienschutz in Garbsen – NABU stellt 4.000 Meter Zäune auf – Jetzt werden Helfer gesucht.

Mit den ersten milden Nächten hat in Garbsen die Amphibienwanderung begonnen. Der NABU hat am Freitag, 27. Februar 2026, die Aufstellung der Amphibienschutzzäune im Stadtgebiet abgeschlossen. Nun hoffen die Naturschützer auf tatkräftige Unterstützung aus der Bevölkerung.

Sobald Regen bei Temperaturen um die 10 Grad einsetzt, rechnen die Verantwortlichen mit einer regelrechten „Explosion“ der Wanderbewegung. Erdkröten, Grasfrösche und Molche machen sich dann auf den Weg zu ihren Laichgewässern – und müssen dabei zahlreiche Straßen überqueren.

Schwerpunkte im gesamten Stadtgebiet

Die Schutzzäune wurden an besonders betroffenen Strecken errichtet. Dazu zählen unter anderem:

  • Gutenbergstraße

  • Meyenfelder Straße

  • Flemmingstraße

  • Im Fuchsfelde

  • An der Universität (ehemals Schönebecker Allee)

  • Bereich Blauer See mit Zufahrt zum Golf- und Campingplatz

In einigen Bereichen sind zusätzlich Straßeneinengungen durch Leitbaken, Warnschilder sowie Geschwindigkeitsbegrenzungen notwendig. Insgesamt erstrecken sich die Schutzmaßnahmen über rund 4.000 Meter.

Bis zu 5.000 Tiere müssen gerettet werden

Waldemar Wachtel vom NABU rechnet damit, dass – wie in den Vorjahren – etwa 4.000 bis 5.000 Amphibien eingesammelt und sicher in ihre Biotope und Gewässer gebracht werden müssen.

Unterstützt wird die Aktion von zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Zum Schutz erhalten alle Beteiligten gelbe Warnwesten. Diese sollen auch für Verkehrsteilnehmende deutlich machen, dass es sich um offizielle NABU-Helfer handelt.

Appell an Autofahrer – Polizei kontrolliert

Der NABU appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, die durch Krötenwarnschilder gekennzeichneten Bereiche mit erhöhter Aufmerksamkeit und reduzierter Geschwindigkeit zu befahren.

Nach Aussagen der Technische Universität Braunschweig sind insbesondere langsam kriechende Kröten stark gefährdet. Neben dem direkten Überfahren stellt auch der Strömungsdruck vorbeifahrender Fahrzeuge eine erhebliche Gefahr dar.

Zur Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzungen sind in diesem Jahr erneut Polizeikontrollen angekündigt.

Jetzt mithelfen!

Wer die Amphibienrettung unterstützen möchte, kann sich direkt beim NABU melden:

  • Dagmar Strube: 05131 – 92750

  • Annelies Redlich: 05131 – 6998

  • Waldemar Wachtel: 0176 – 43374211

Weitere Informationen gibt es unter: www.nabu-garbsen.de

Nach Abschluss der Rettungsaktionen lädt der NABU alle Helferinnen und Helfer traditionell zu Kaffee und Kuchen ein. Auch über Spenden zur Unterstützung der Aktion freuen sich die ehrenamtlichen Naturschützer.

Fest steht: Jede helfende Hand zählt – damit Kröten, Frösche und Molche sicher ihr Ziel erreichen.

GCN/bs