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Im Dienst für die Allgemeinheit – Feuerwehrmann verliert während eines Einsatzes sein einziges Fortbewegungsmittel

Eugen O. ist bitter enttäuscht wegen des Diebstahls seines Fahrrades/Fotos: privat

Garbsen – Im Dienst für die Allgemeinheit – Feuerwehrmann verliert während eines Einsatzes sein einziges Fortbewegungsmittel

Es sind Geschichten wie diese, die viele Menschen fassungslos machen.

Eugen O. aus Garbsen engagiert sich ehrenamtlich bei der Freiwilligen Ortsfeuerwehr Garbsen. In der Nacht wurde er gegen 4 Uhr morgens durch seinen Meldeempfänger zu einem Einsatz alarmiert. Wie so oft handelte er ohne zu zögern.

„Ich habe mich schnell angezogen, mich auf mein Fahrrad geschwungen und bin zur Wache an den Osterberg gefahren“, berichtet Eugen. Da jede Minute zählt, stellte er sein Fahrrad am Fahrradständer der Feuerwache ab – ohne es abzuschließen.

„Ich wollte einfach keine Zeit verlieren. Für mich war klar: Wenn dort ein Fahrrad steht und ein Feuerwehrfahrzeug fehlt, müsste doch jedem klar sein, dass gerade ein Einsatz läuft“, erzählt er.

Doch als die Einsatzkräfte rund zwei Stunden später zurückkehrten, folgte die böse Überraschung: Das Fahrrad war verschwunden.

Während Eugen gemeinsam mit seinen Kameradinnen und Kameraden Hilfe leistete, nutzte offenbar jemand die Gelegenheit und nahm das ungesicherte Fahrrad einfach mit.

„Ich habe wohl zu sehr auf den gesunden Menschenverstand vertraut“, sagt er heute enttäuscht.

Besonders bitter: Eugen besitzt kein Auto. Das Fahrrad war sein wichtigstes Fortbewegungsmittel – auch für den Weg zu zukünftigen Feuerwehreinsätzen.

„Jetzt kann ich nicht mehr zu Einsätzen fahren. Das macht mich wirklich traurig“, sagt der Garbsener.

Selbstverständlich wurde der Diebstahl bei der Polizei angezeigt. Dennoch weiß Eugen, dass die Chancen, sein Fahrrad wiederzubekommen, leider nicht besonders hoch sind.

Der Vorfall wirft Fragen auf. Natürlich war das Fahrrad nicht abgeschlossen. Doch wer ein Fahrrad direkt vor einer Feuerwache mitnimmt, während die Einsatzkräfte unterwegs sind, um anderen Menschen zu helfen, zeigt wenig Respekt gegenüber dem ehrenamtlichen Engagement, auf das unsere Gesellschaft tagtäglich angewiesen ist.

Vielleicht liest die Person, die das Fahrrad mitgenommen hat, diese Zeilen. Vielleicht erkennt jemand das Fahrrad wieder oder hat etwas Verdächtiges beobachtet.

Und vielleicht erinnert uns dieser Vorfall auch daran, dass ehrenamtliche Helferinnen und Helfer unsere Unterstützung verdienen – und nicht noch zusätzliche Probleme, während sie ihre Freizeit für die Gemeinschaft opfern.

Wer Hinweise zum Verbleib des Fahrrads geben kann, sollte sich bei der Polizei melden.

GCN/bs