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Donnerstag, Juni 25, 2026
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„Fakten statt Fakes“ – Verfassungsschutz informiert in Garbsen über Desinformation und Manipulation

Als Referent war Markus Böger vom Niedersächsischen Verfassungsschutz zu Gast./Foto: Stadt Garbsen

Garbsen – „Fakten statt Fakes“ – Verfassungsschutz informiert in Garbsen über Desinformation und Manipulation.

Wie lassen sich Falschinformationen erkennen? Welche Ziele verfolgen gezielte Desinformationskampagnen? Und wie kann jeder Einzelne Informationen im Internet besser einordnen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die Informationsveranstaltung „Fakten statt Fakes“, zu der die Stadt Garbsen in den Ratssaal eingeladen hatte. Als Referent informierte Markus Böger vom Niedersächsischen Verfassungsschutz die Besucherinnen und Besucher über die zunehmende Bedeutung von Desinformation und den bewussten Umgang mit digitalen Informationen.

Bürgermeister Claudio Provenzano eröffnete die Veranstaltung und unterstrich die Bedeutung eines kritischen Umgangs mit Informationen – insbesondere mit Blick auf die bevorstehenden Kommunalwahlen in Niedersachsen im September. Verlässliche Informationen seien eine wichtige Grundlage für demokratische Entscheidungen.

Markus Böger, Leiter des Fachbereichs Wirtschaftsschutz beim Niedersächsischen Verfassungsschutz, beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Themen wie Spionageabwehr, Wirtschaftsschutz und sogenannten hybriden Bedrohungen. In seinem rund 75-minütigen Vortrag erläuterte er, wie gezielte Desinformationskampagnen aufgebaut sind, welche Ziele sie verfolgen und mit welchen Methoden versucht wird, die öffentliche Meinungsbildung zu beeinflussen.

Dabei machte Böger deutlich, dass Desinformation häufig Bestandteil hybrider Bedrohungen ist. Ziel solcher Kampagnen sei es unter anderem, das Vertrauen in demokratische Institutionen zu erschüttern, gesellschaftliche Konflikte zu verstärken oder gezielt Unsicherheit in der Bevölkerung zu erzeugen. Besonders Wahlen gerieten dabei immer wieder in den Fokus entsprechender Einflussversuche.

Anhand verschiedener Beispiele erklärte der Referent, wie sich manipulierte oder irreführende Inhalte verbreiten und woran Bürgerinnen und Bürger mögliche Falschinformationen erkennen können. Zudem gab er praktische Hinweise, wie Quellen überprüft und Informationen kritisch hinterfragt werden können.

Im Anschluss nutzten zahlreiche Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, Fragen zu stellen und mit dem Experten ins Gespräch zu kommen. Nach Angaben der Stadt zeigte die Diskussion, dass das Thema viele Menschen bewegt und ein großes Interesse daran besteht, den sicheren Umgang mit digitalen Informationen zu stärken.

Bürgermeister Provenzano zog ein positives Fazit der Veranstaltung: Demokratie lebe vom informierten Austausch und von der Fähigkeit, unterschiedliche Informationen kritisch zu bewerten. Die Veranstaltung habe wichtige Impulse vermittelt und verdeutlicht, wie bedeutend Medien- und Informationskompetenz in einer zunehmend digitalen Informationswelt geworden sei.

GCN/bs