
Garbsen – Städtebaulicher Vertrag unterzeichnet – Nächster Meilenstein für Wohnquartier „Im Fuchsfeld“ in Garbsen.
Für das geplante Wohnquartier „Im Fuchsfeld“ in Berenbostel-Ost ist der nächste wichtige Schritt geschafft: Am Montag, 6. Juli 2026, haben Bürgermeister Claudio Provenzano und Peter Hahne von der Hahne Immobilien GmbH im Rathaus den städtebaulichen Vertrag unterzeichnet. Damit nimmt eines der größten Wohnbauprojekte in Garbsen weiter konkrete Formen an.
Auf rund fünf Hektar Fläche sollen in den kommenden Jahren insgesamt 620 Wohneinheiten entstehen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf bezahlbarem Wohnraum: 80 Prozent der Wohnungen sollen sozial gebunden sein. Davon sind 50 Prozent für Auszubildende und Studierende vorgesehen, weitere 30 Prozent als bezahlbarer Wohnraum. Ergänzt wird das Quartier durch eine fünfzügige Kindertagesstätte, einen öffentlichen Spielplatz sowie einen zentralen Quartiersplatz mit Kiosk und Aufenthaltsmöglichkeiten.
Bürgermeister Claudio Provenzano sprach bei der Unterzeichnung von einem wichtigen Signal für die Stadtentwicklung. Bezahlbares Wohnen zu schaffen, sei für Garbsen von großer Bedeutung. Mit dem Projekt würden nicht nur dringend benötigte Wohnungen entstehen, sondern auch zusätzliche Betreuungsplätze, neue Infrastruktur und Maßnahmen für den Klimaschutz. Insgesamt sei das Quartier ein echter Gewinn für die Stadt.
Auch für den Projektträger markiert die Vertragsunterzeichnung einen wichtigen Meilenstein. Peter Hahne betonte, dass das Vorhaben Ausdruck gesellschaftlicher Verantwortung sei, die sein Unternehmen als regional verwurzeltes Familienunternehmen gegenüber Garbsen und der Region empfinde. Zugleich hob er die intensive Zusammenarbeit mit der Stadt hervor: Mehr als 200 Gespräche habe es im Laufe der bisherigen Planungen mit der Verwaltung gegeben. Sein Dank gelte deshalb ausdrücklich Bürgermeister, Verwaltung und Politik, die das Projekt in allen Ausschüssen einstimmig unterstützt hätten.
Fokus auf Auszubildende, Studierende und bezahlbaren Wohnraum
Ein zentrales Ziel des Projekts ist es, dem wachsenden Bedarf an Wohnraum für junge Menschen zu begegnen. Gerade Auszubildende und Studierende hätten es zunehmend schwer, geeigneten und bezahlbaren Wohnraum zu finden. Davon seien nicht nur die Hochschulstandorte betroffen, sondern auch viele Unternehmen und Handwerksbetriebe in Garbsen, die auf Wohnmöglichkeiten für ihren Nachwuchs angewiesen seien. Dass im Fuchsfeld künftig Wohnungen sowohl für Studierende als auch für Auszubildende entstehen sollen, wird deshalb als wichtiger Baustein für den Standort Garbsen gesehen.
Nach Angaben der Hahne Immobilien GmbH soll das Quartier langfristig im eigenen Bestand bleiben. Ein Verkauf der Immobilien sei nicht vorgesehen. Stattdessen wolle das Unternehmen die Wohnungen selbst vermieten und unter anderem auch für Mitarbeitende nutzbar machen. Die spätere Vermarktung und Vermietung soll über die Homepage des Unternehmens erfolgen.
Infrastruktur und Verkehrsanbindung sollen mitwachsen
Mit dem Bau der Wohnungen allein soll es nicht getan sein. Die Hahne Immobilien GmbH übernimmt auch die Realisierung der Infrastruktur im Gebiet. Dazu zählen unter anderem die Erschließung des Quartiers, die Anpassung der Verkehrsanbindung sowie Maßnahmen im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs. Auch die Kreuzung an der Wreschener Allee ist Teil der Planungen. Zudem wurde im Zuge der Gespräche ein Fahrradweg in das Konzept aufgenommen.
Nach Angaben der Beteiligten sollen erste Infrastrukturmaßnahmen bereits noch in diesem Jahr starten. Die Erschließungsarbeiten könnten nach aktuellem Stand im Herbst beginnen. Noch 2026 sollen zudem die Bauanträge eingereicht werden. Wenn alles nach Plan läuft, könnten im kommenden Frühjahr die ersten Hochbauarbeiten anlaufen. Zunächst soll die Kindertagesstätte gebaut werden.
Klimaschutz und grün-blaue Infrastruktur fest eingeplant
Ein weiterer Schwerpunkt des Quartiers liegt auf Nachhaltigkeit und Klimaanpassung. Nach Angaben des Projektträgers wurde der vorhandene Baumbestand in die Planungen integriert und soll weitgehend erhalten bleiben. Zusätzliche Baumpflanzungen sollen den ökologischen Wert des Areals erhöhen und gleichzeitig für Schatten und eine geringere Aufheizung im Sommer sorgen.
Geplant ist außerdem eine sogenannte blau-grüne Infrastruktur mit Grünflächen, die zur Verbesserung des Mikroklimas beitragen und die Biodiversität im Quartier stärken sollen. Auch extensive Dachbegrünungen sowie Photovoltaikanlagen auf den Dächern sind vorgesehen. Damit soll das neue Wohngebiet nicht nur funktional, sondern auch möglichst klimaresilient entwickelt werden.

Positive Resonanz aus Bürgerschaft und Politik
Nach Angaben der Beteiligten ist das Projekt bislang sowohl in der Bürgerschaft als auch in der Politik auf breite Zustimmung gestoßen. Bereits bei der Informationsveranstaltung zum Quartier im Ratssaal war das Interesse groß gewesen. Viele Bürgerinnen und Bürger hätten das Vorhaben positiv aufgenommen und Fragen vor allem zur Verkehrsanbindung, Infrastruktur und Umwelt gestellt. Auch mit der Bürgerinitiative und mit dem NABU habe es Gespräche gegeben, die laut Hahne konstruktiv und positiv verlaufen seien.
Die Stadt sieht sich damit in ihrem Kurs bestätigt, in Berenbostel-Ost nicht nur dringend benötigten Wohnraum zu schaffen, sondern zugleich ein zukunftsfähiges Quartier mit sozialem und ökologischem Anspruch zu entwickeln.
Fertigstellung in mehreren Bauabschnitten
Die Umsetzung des Projekts wird sich über mehrere Jahre erstrecken. Nach derzeitiger Planung rechnet die Hahne Immobilien GmbH mit einer Gesamtbauzeit von etwa fünf bis sieben Jahren. Das Investitionsvolumen liegt nach Angaben des Unternehmens bei rund 100 bis 120 Millionen Euro.
Im Zentrum des neuen Wohngebiets soll später ein Quartiersplatz entstehen, der als Treffpunkt für die Bewohnerinnen und Bewohner dient. Ein Kiosk ist dort ebenso vorgesehen wie ein Quartiersmanager beziehungsweise Hausmeister als direkter Ansprechpartner vor Ort. Aus Sicht der Projektbeteiligten soll „Im Fuchsfeld“ damit nicht nur neuen Wohnraum schaffen, sondern sich zu einem Vorzeigequartier entwickeln, das auch für andere Kommunen als Modell dienen kann.
Wer sich über den aktuellen Stand des Projekts informieren möchte, findet laufend Informationen auf der Projektseite der Hahne Immobilien GmbH unter www.fuchsfeld-garbsen.de.
GCN/bs
















