
Garbsen – Garbsen spendet 430 Feuerwehr-Uniformen für Hilfseinsätze in der Ukraine und Kroatien.
Die Stadt Garbsen unterstützt Feuerwehren im Ausland mit ausgemusterter Schutzkleidung: Bürgermeister Claudio Provenzano hat jetzt rund 430 Sätze alter Feuerwehruniformen an den Verein Deutsche Feuerhilfe übergeben. Die Kleidung soll unter anderem Einsatzkräften in der Ukraine und in Kroatien zugutekommen.
Hintergrund der Aktion ist die Neuanschaffung von Schutzkleidung für die Freiwilligen Feuerwehren im Garbsener Stadtgebiet. Da die bisherigen blauen Uniformen nicht mehr benötigt werden, entschied sich die Stadt gegen eine Entsorgung und stattdessen für eine Spende. „Das ist nicht nur nachhaltig, sondern hoffentlich auch eine echte Hilfe. In diesen Ländern mangelt es leider an grundlegender Schutzkleidung“, sagt Bürgermeister Claudio Provenzano.
Entgegengenommen wurde die Spende von Heiko Sassenberg und Dirk Heidenreich vom Verein Deutsche Feuerhilfe. Die gemeinnützige Hilfsorganisation wurde 2009 von Feuerwehrleuten gegründet und unterstützt Feuerwehren sowie Einrichtungen des Katastrophenschutzes in verschiedenen Ländern weltweit. Dabei setzt der Verein unter anderem auf die Weitergabe und Wiederverwendung von ausgemustertem Feuerwehrmaterial und Fahrzeugen aus dem deutschsprachigen Raum.
Die Hilfe ist vielerorts dringend nötig: Während Rettungsdienste und Feuerwehren in Deutschland in der Regel innerhalb weniger Minuten am Einsatzort eintreffen, kann es in anderen europäischen Ländern deutlich länger dauern, bis qualifizierte Unterstützung verfügbar ist. Mit gespendeter Ausrüstung soll dort die Versorgung der Bevölkerung im Ernstfall verbessert werden.
Die Stadt Garbsen hatte erst zu Beginn dieses Jahres alle zehn Ortsfeuerwehren im Stadtgebiet mit neuer Schutzkleidung ausgestattet. Jacken, Hosen und Handschuhe entsprechen den aktuellen Anforderungen und fallen vor allem durch ihre rote Farbgebung mit gelb-silbernen reflektierenden Streifen auf. Weil die Einsatzkräfte in Garbsen nun in Rot ausrücken, können die bisherigen blauen Uniformen nun an anderer Stelle wichtige Dienste leisten.
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